Charakteristiken Xylitols und weiterer bekannter Ersatzstoffe zu Zucker

sussungsmittel

Die Verwendung von Xylit ist eine wirksame präventive Maßnahme gegen Karies. Für die Philosophen der Antike war das Süße das Symbol der Vollkommenheit. Trotz des Erfols von Xylit bei der Kariesbekämpfung und Krankheiten die mit Zahnbelag und Parodontitis assoziiert sind, kann dieses nicht als vollständige Prophylaxe betrachtet werden ohne unsere individuellen Ernährungsfaktoren mit in Berücksichtigung zu nehmen.

Mit der Verwendung von Xylit in der Kariesbekämpfung wird versucht folgende Ziele zu erreichen:
 

  • Eliminieren des Zuckers aus der Ernährung, da man diesen im allgemeinen missbraucht, vor allen Dingen wenn diese Stärke enthalten, was sehr krebserregend sein kann, besonders wenn es fritierte Stärke ist wie bei Kartoffelchips.

  • Keine Einnahme von anderen künstlichen Zuckerersatzstoffen sondern nur den natürlichen Birkenzucker 

  • Die Integration von Xylit in der Ernährung erweist sich als einfach und führt zudem zu einer Kariesminderung bedingt durch:

      • Die Stimulation des Speichels ohne diesen zu versauern

      • Minderung der Haftfähigkeit und Menge von Zahnbelag

      • Reduktion von Streptococcus mutans und andere kariogen Organismen

      • Aktivierung der Remineralisierung

     

    Süßmittel können in synthetische und natürliche (kalorische) unterteilt werden. Die Substanzen der ersten Gruppe werden viel verwendet weil sie sehr billig herzustellen sind. Diese künstlichen Süßungsmittel umfassen Natriumcyclamat, Saccharin-Natrium, Aspartam und Acesulfam-K, Komponenten, welche andere Probleme für den menschlichen Körper verursachen können weshalb es in manchen Ländern Beschränkungen für ihre Verwendung gibt.

    Doch in der Natur gibt es natürliche Pflanzen, die intensiv süß sind, aber noch nie auf industrieller Ebene verwendet, weil die Moleküle dieser Pflanzen den Nachteil haben dass sie ihre Struktur und biologischen Eigenschaften verlieren, wenn sie erhitzt werden. Daher können sie nicht immer verwendet werden.

    Aus diesem Grund hat man damit begonnen natürliche Süßstoffe für die richtige Anwendung in Lebensmitteln zu synthetisieren.

    Synthetisch süße Substanzen sind vielfältig, aber fast alle sind relativ komplexe Mischungen verschiedener Zuckeralkohole mit Süß-Leistungen von 0,5 bis 0,9. Oft werden sie durch Spaltung von Stärke, Maltose oder anderen billigen Rohstoffen gewonnen. Während des Herstellungsprozesses  wird das Gemisch hydriert oder es härtet (dh Wasserstoffmoleküle binden an die Kohlenhydrate) somit enthalten die Endprodukte geringe Mengen an Glukose. Deren Süße entstammt oft Sorbitol und Maltitol.

    Tabelle II-1

    Beispiele von Süßmitteln

    Die Zahlen der Süße sind im Vergleich zu Zucker (Saccharose) dies ist die Süßkraft 1,0.

    Die wichtigsten künstlichen Süßstoffe

    Süßstoff

    Süße

    Kommentare

    Saccharin (meistens Natriumsalz)

    450

    In einigen Ländern verboten. Kanzerogenität nicht ausgeschlossen

    Cyclamat (Natriumsalz )

    35

    Verboten in den USA.
    Registriert in einigen Ländern.

    Aspartam

    100-200

    Heute weit verbreitet, obwohl Wissenschaftler es hat eine große Gefahr für die Gesundheit beinhaltet.

    Acesulfam

    200

    weit verbreitet
    Es gibt keine Studien

     

    Wichtigsten industriellen Süßmittel natürlichen Ursprungs

    Süßmittel

    Süße

    Kommentare

    Tafelzucker (Saccharose)

    1

    Ein Disaccharid aus Glucose und Fructose.

    Glucose

    0,7

    Ein Monosaccharid. (Glucose-Polymere).

    Fructose

    1.2 a 1.5

     

    Ein Monosaccharid; verfügbar in

    Lävane (Lävane sind Polymere von Fructose).

     

    Palatinose

    0,4 a 0,5

     

    Ein Disaccharid. Kleine Mengen sind in Honig.

     

    Palatinit

    0,4 a 0,5

    Mischung aus zwei Disacchariden.

    Erythrit

    0.6 - 0.7

    Ein Zuckeralkohol Tetrit (mit 4 OH-Gruppen)

    Xilitol – Xylitol

    Birkenzucker

    1

    Ein Zuckeralkohol Pentit (5 OH-Gruppen)

    Sorbitol

    0,5 a 0,6

    Ein Zuckeralkohol Hexit - (6 OH-Gruppen)

    Maltitol

    0,7 - 0,9

     

    ein Disaccharid
    (Malzzucker)

     

    Manitol

    0,4 a 0,6

    Ein Zuckeralkohol Hexit - (6 OH-Gruppen)

    Lactitol

    0,5

    Ein Disaccharid von Lactose (Milchzucker)

     

     

    Neue Süßstoffe werden in Laboratorien ständig synthetisiert, aber diese müssen gründlich analysiert werden. Daher hat jeder neue Süßstoff einen langen Weg zu gehen, bevor dieser für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen werden kann. Xylitol ist  seit über 35 Jahren auf dem Markt und es gibt etwa 1.500 Studien, die zeigen das es ein sehr vorteilhaftes Produkt für den Körper ist. Dank seiner Eigenschaften, ist Xylitol der derzeit effektivste Ersatz zu Zucker. Dieser ist auch als Birkenzucker, Xylit, Holzzucker oder Xylitol bekannt.

    Xylitol sollte durchaus mit den neuen Süßungsmittel verglichen werden, da jede Substanz einen anderen Wirkmechanismus aufweist. Beispielsweise Erythrit, ein weiteres Polyalkohol mit vier Kohlenstoffatomen, Zuckeralkohol, hemmt zwar das Wachstum bestimmter Typen von Streptococcus mutans aber regeneriert den Zahnschmelz nicht.

    Die wichtigste wissenschaftliche Studie über Xylit begannen schon in den 1950er Jahren, so dass die Informationen darüber stetig angereichert und weiterentwickelt werden konnten. Es ist sehr wahrscheinlich dass Xylit, als ein klinisch wirkendes süßendes Kohlenhydrat, für für immer einen wichtigen Platz in der Ernährung behalten wird . Denn bis jetzt ist Xylit das beste Werkzeug um Karies zu verhindern, daß ein Süßmittel zur Verfügung stellen kann.

    Wenn ein Süßstoff verwendet wird muss man bedenken daß, aufgrund der intensiven Süßkraft der meisten künstlichen Süßstoffe, nur geringe Mengen benötigt werden um damit zu süßen, wodurch letztendlich die chemische Konzentration in Lebensmitteln zu klein ist um ggf einen vorteilhaften chemischen Effekt auf dem Zahnbelag zu erlangen. Stattdessen kann man Substanzen wie Xylit in der gleichen Konzentration wie Tafelzucker anwenden. Daher ist die Menge an Xylit in Lebensmitteln sehr viel höher als vergleichsweise die Konzentrationen von künstlichen Süßstoffen.