Süßen und dabei Karies vermeiden: Birkenzucker

birkenzucker würfel

Birkenzucker wird aus der Rinde der Birke gewonnen, hat kaum Kalorien und wird von unserem Stoffwechsel ohne Insulin verarbeitet, weshalb es perfekt für Diabetiker ist. 

Von Lucía Núñez

Dem gewöhnlichen raffinierten Zucker, dieser süßen Versuchung der wir nur selten wiederstehen können, ist eine harte Konkurrenz aufgetaucht: Der Birkenzucker.

Man hat schon viel von Süßmitteln wie Sacharin, Aspartam oder Stevia gehört und weiss in der Regel auch viel von deren bekannten Nachteilen. Zuerst sind diese sehr hilfreich doch nach längerem Verwenden erscheint dies nicht mehr so. Birkenzucker ist 100% natürlich. Der Gewinnungsprozess ist relativ einfach: Die Rinde des Baumes der ihm den Namen verleiht, wird ausgepresst und danach einer Reihe von Behandlungen unterzogen um Xylit zu gewinnen, was das ist was allgemein als Birkenzucker bekannt ist.

Das Erscheinungsbild von Birkenzucker ist dem von normalem Zucker gleich. Dermaßen daß man beide nebeneinander augenscheinlich nich voneinander unterscheiden könnte.

Dieses Süßmittel daß diesen Bäumen entstammt, welche hauptsächlich in Nordeuropa, Asien, Nordamerika und Nordafrika vorkommen, hat einen angenehm erfrischenden Beigeschmack, ähnlich wie wenn man einen Mentolkaugummi kaut, und die anfängliche Frische den Gaumen überkommt.

Daher nahm ich zuerst an das im Kaffee, was das erste ist was ich am Morgen zu mir nehme, anders schmecken würde. Doch ich wude überrascht. Der Geschmack von Birkenzucker in Tee, Kaffee und Säften ist dem von raffiniertem- Rüben und Rohrzucker gleich. Dessen Süßkraft ist sogar so hoch das es beim Kochen und in der Konfiterie verwendet wird.

Doch nach dem äusseren Erscheinngsbild und dem Geschmack enden die Gemeinsamkeiten aber auch. Gehen wir über zum wichtigsten Unterschied von Birkenzucker über: Naschen ist dank einem Naturwunder jetzt erlaubt!

Erster grosser Vorteil dieses Produktes: Karies wird vermieden. Was für eine Überraschung, wie ist das möglich? Es liegt daran das es nicht im Mund fermentiert.

Dadurch können es auch nicht die Bakterien verabeiteten und in Säuren umwandeln welche dann die Zahnstruktur schädigen. Und nicht nur das. Saba Gunes, Firmeninhaber von ABEDULCE (Firma die Birkenzucker in Deutschland vertreibt), versichert das viele Menschen bereits Birkenzucker dazu verwenden um sich nach dem Zähneputzen die Zähne damit zu spülen, da dies die Zahnbelagbildung verringert, das Zahnfleisch schützt, Gingivitis bekämpft und den Zahnschmelz remineralisiert.

Die ofizielle Ausgabe der American Denta Association lobt "Xylit ist ein effizienter Wirkstoff bei der Kariesprevention. Der Genuss von Bikenzucker hat bei finnischen Jugendlichen gezeigt das sich Karies zwischen 30 bis 60% zu reduziert hat ". Zudem gibt es eine Vielzahl von Studien die gemeinsam schlussfolgern das der Konsum von Xylit gut für unseren Körper ist da dieser sogar selbst täglich 5 bis 19 Gramm davon herstellt, weshalb man sagen kann daß wir sogar sehr daran gewöhnt sind diesen zu verarbeiten.

Ein weiterer grosser Vorteil ist das Birkenzucker 40% weniger Kalorien und 75% weniger Kohlenhydrate als gewöhnlicher Tafelzucker hat. Eine sehr willkommenen Eigenschaft für die die auf Ihren Körper achten. Somit können alle die die auf eine gesunde Ernährung achten, oder eine Diät machen, Birkenzucker beruhigt dazu verwenden Essen und Getränke damit zu süßen.

Dem ist hinzuzfügen das der glykemische Index nur 7 ist (Glykämische Index ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel) während herkömmlicher Zucker 99 erreicht. Ein sehr grosser Unterschied. Um es zu verdeutlichen : Birkenzucker hat den selben Wert wie Kopfsalat. Wenn dieser Wert gering ist wird das Sättegefühl gesteigert, und auch das Bedürfniss immer wieder zwischendurch etwas essen zu müssen wird gestillt. 

Birkenzucker hat den gleichen glykemischen Index wie Salat - Wird in Süßwaren , Kaffee und Tee verwendet und dient als Mundspülung gegen Zahnstein und Gingivitis.

Nicht nur daß Birkenzucker dabei hilft die Figur aufrecht zu erhalten. Dadurch das es einen sehr niedrigen glykemischen Index hat können Diabetiker endlich eine Alternative verwenden ohne sich um den befürchteten Anstieg des Blutzuckerspiegels sorgen zu müssen.

Einige Studien erwähnen viele weitere Vorteile dieses Produkts: Es stärkt das Immunsystem, stärkt die Knochen, schützt gegen degenerative Erkrankungen, hebt die Poduktion von Collagen an und wirkt alkalisierend.

Eine Eigenschaft für die Birkenzucker besonders in Finnland geschätzt wird, ist daß er antimikrobiell ist. Allem Anschein nach, und wie auf der Verpackung angegeben, hat Abedulce auch einen Anti-Candida Effekt, verbessert die Knochendichte und reduziert das Risiko an einer Mittelohrentzündung zu erkranken.

Und als ob das nicht genug wäre, hat Birkenzucker keine schädlichen Nebenwirkungen, doch trotzdem - wie mit allem anderen, sollte man nicht übertrieben viel einnehmen, sich dazu gesund ernähren und bewegen. Der einzige unerwünschte Effekt ist daß er, wenn in sehr grossen Mengen und über kurzen Zeitraum konsumiert, eine abführende Wirkung haben kann.

DER URSPRUNG

Birkenzucker wurde 1891 von dem deutschen Chemiker Emil Fischer, der sich mit organischer Chemie befasste, entdeckt. Ein Defizit an Zucker veranlasste Wissenschaftler nach anderen alternativen Süßungsmitteln zu suchen, und somit wurde Birkenzucker purifiziert. In Finnland herschte sehr schwerwiegender Zuckermangel während des zweiten Weltkriegs, weshalb finnische Wissenschaftler Birkenzucker entwickelten. Und in Finnland gibt es sehr viele Birken.

Seit Jahren wird es in anderen Ländern als Produkt für Diabetiker verwendet, und gegenwärtig ist es eines der am besten geschützten Geheimnisse vieler Hollywoodstars. Der Konsum in Deutschland steigt stetig an, doch die Suche nach alternativen Süßmitteln bringt es immer weiter in den Mittelpunkt. Man kann es in Apotheken und Drogerien erhalten. Und die grosse Frage: Wieviel kostet es? Der Preis ist ca. 10€ für ein halbes Kilo. Doch dabei muss man die Eigenschaften und Wirkung in Anbetracht ziehen, und die Tatsache dass es aus dem Ausland kommt und die Gewinnung mit Kosten verbunden ist.